▸ Was Sie wissen sollten
Ehrlich gesagt.
Ein Werkzeug, das Kontobewegungen sortiert, ist eine Hilfe — keine Steuerberatung. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie die Zahlen weitergeben.
Was zeigt mir der Haushaltsmodus?
Drei Zahlen, die im Alltag etwas ändern. Feste Kosten sind das, was jeden Monat automatisch abgeht: Miete oder Darlehen, Energie, Versicherungen, Abos. Beeinflussbare Kosten sind Einkäufe, Freizeit, Mobilität — dort entscheiden Sie jedes Mal neu. Und was am Ende übrig bleibt, ist Ihre Sparquote. Der Punkt dahinter: Wer über 60 Prozent seines Einkommens für feste Kosten ausgibt, spart sich beim Wocheneinkauf nicht frei. Dann liegt der Hebel oben — bei Wohnen, Versicherungen und Verträgen. Deshalb steht darunter die Liste der wiederkehrenden Zahlungen, jede mit ihrer Jahressumme.
Was sagt mir die Rangliste aller Posten?
Sie beantwortet die Frage, die man sich eigentlich stellt: Was kostet mich am meisten? Jeder Posten steht namentlich da, sortiert nach seinem Monatsdurchschnitt, mit Hochrechnung aufs Jahr. Gleichlautende Buchungen sind zusammengefasst — fünfzehn Einkäufe erscheinen als ein Posten, nicht als fünfzehn Zeilen.
Daneben steht eine Einordnung, und die ist der eigentliche Punkt: kündbar (Abos, Streaming, Fitness), wechselbar (Strom, Mobilfunk, Versicherungen — gleiche Leistung, anderer Preis), im Alltag steuerbar (Einkaufen, Freizeit — viele kleine Entscheidungen) und kaum beeinflussbar (Miete, Darlehen, Grundsteuer). Darunter steht je Gruppe die Jahressumme. Wer sieht, dass 26.000 Euro im Jahr in die unterste Gruppe fallen, weiß sofort, dass Sparen beim Wocheneinkauf die Sache nicht löst.
Was Sie hier nicht finden: eine Aussage darüber, ob Ihre 186 Euro Strom viel oder wenig sind. Das hängt von Haushaltsgröße, Wohnfläche und Verbrauch ab — davon steht nichts auf dem Kontoauszug, und wir erfinden keine Vergleichszahlen. Die Einordnung sagt nur, ob sich an einem Posten überhaupt drehen lässt.
Wie werden Abos erkannt — und wie verlässlich ist das?
Das Werkzeug sucht Buchungen, die in mindestens drei verschiedenen Monaten auftauchen, dabei höchstens etwa einmal pro Monat, und deren Betrag um weniger als 15 Prozent schwankt. So bleiben Wocheneinkäufe und Tankfüllungen draußen, während Verträge und Daueraufträge übrig bleiben. Zwei Grenzen: Zahlungen, deren Buchungstext sich jedes Mal ändert, werden nicht erkannt — und was in der Liste steht, ist deshalb noch lange nicht kündbar. Die Liste zeigt, was da ist. Was davon weg kann, entscheiden Sie.
Ersetzt das die Steuerberatung?
Nein, und das soll es auch nicht. Das Werkzeug schlägt Zuordnungen anhand von Stichwörtern im Buchungstext vor. Ob eine Ausgabe steuerlich tatsächlich abziehbar ist, hängt von Umständen ab, die auf keinem Kontoauszug stehen — Nutzungsanteil, Beleglage, Rechtsform, Vorjahresbehandlung. Wir sind keine Steuerberater und dürfen das auch nicht beurteilen. Was das Werkzeug leistet: Es spart Ihnen oder Ihrer Steuerberatung das Sortieren von Hand. Die Bewertung bleibt beim Fachmann.
Warum sind Darlehensraten ein Sonderfall?
Bei einer vermieteten Wohnung sind nur die Zinsen Werbungskosten, die Tilgung nicht. Auf dem Kontoauszug steht aber nur die Gesamtrate. Das Werkzeug kann den Anteil nicht kennen und rechnet ihn deshalb auch nicht heraus — es markiert die Buchung stattdessen. Den Zinsanteil entnehmen Sie dem Zins- und Tilgungsplan Ihrer Bank.
Und beim Hausgeld?
Hausgeld ist nicht in voller Höhe sofort abziehbar. Der Anteil, der in die Instandhaltungsrücklage fließt, wirkt sich steuerlich erst aus, wenn die Rücklage tatsächlich verwendet wird. Die Aufteilung steht in der Jahresabrechnung der Hausverwaltung, nicht auf dem Kontoauszug. Auch hier markiert das Werkzeug nur.
Was ist mit Bewirtungskosten?
Im Betriebsmodus landen Restaurantbuchungen in „Bewirtung und Repräsentation". Geschäftlich veranlasste Bewirtung ist nur zu 70 Prozent als Betriebsausgabe abziehbar, und nur mit ordnungsgemäßem Bewirtungsbeleg samt Anlass und Teilnehmern. Das Werkzeug zeigt den vollen Betrag — die Kürzung nimmt Ihre Buchhaltung vor.
Wie zuverlässig ist das Auslesen?
Bei CSV- und Excel-Dateien aus dem Onlinebanking sehr zuverlässig, weil die Spalten festliegen. Bei PDFs hängt es von der Bank ab: Jedes Institut baut seine Auszüge anders auf. Das Werkzeug erkennt die gängigen deutschen Formate, aber es kann Buchungen übersehen. Prüfen Sie deshalb immer die Zahl der erkannten Buchungen und den Endsaldo gegen Ihren Auszug. Wenn es nicht passt, laden Sie die CSV-Datei aus dem Onlinebanking — das ist ohnehin der bessere Weg.
Bleiben meine Kontodaten wirklich hier?
Ja. Die gesamte Verarbeitung findet in Ihrem Browser statt, es wird keine Datei an einen Server gesendet. Sie können das selbst überprüfen: Öffnen Sie die Entwicklerwerkzeuge Ihres Browsers, wechseln Sie auf „Netzwerk" und laden Sie Ihre Datei — es erscheint keine Übertragung. Auch die Hilfsprogramme für PDF und Excel liegen auf unserem eigenen Server, es wird nichts von fremden Anbietern nachgeladen — Sie können die Internetverbindung nach dem Laden der Seite trennen, das Werkzeug arbeitet weiter. Buchungen werden nicht gespeichert; ein Neuladen der Seite löscht sie. Nur wenn Sie die Option „Eigene Zuordnungen merken" einschalten, bleiben die betroffenen Buchungstexte im Speicher dieses Browsers — „Alles zurücksetzen" löscht auch die.
Kann ich das für meinen Betrieb angepasst bekommen?